Mentoring unter erschwerten Bedingungen - Mentoren gesucht

Das Gebot der Distanz in der Coronakrise wirkt sich auf Patenschaften mit Geflüchteten besonders schwer aus, da Mentor und Mentee selten eine gemeinsame Sprache sprechen und ihre Patenschaft eher von gemeinsamen Aktivitäten als Gesprächen leben. Dies hat sich in den letzten Monaten beim gemeinsamen Mentoring-Projekt der Bürgerstiftung, des Freundeskreises Asyl und der Stadt Ostfildern gezeigt. Ein guter Teil der Mentorinnen und Mentoren gehört altersbedingt einer Risikogruppe an oder ist durch die Kombination von home office und Betreuung der eigenen Kinder ausgelastet. Manche meiden auch den physischen Kontakt zu anderen, um geschwächte Personen in ihrem persönlichen oder beruflichen Umfeld nicht zu gefährden. Wenn es sich bei den Mentees um jüngere Kinder handelt, sind diese zudem nicht in der Lage, per Telefon oder Videotelefonie gewinnbringend mit ihren Mentoren in Kontakt zu bleiben. Und auch nicht alle Mentoren sind technisch ausgestattet, um Videogespräche über eine Internetverbindung führen zu können. Angesichts dieser Schwierigkeiten ist es umso schöner zu sehen, dass es Patenschaften gibt, die auch unter erschwerten Bedingungen funktionieren, sich zum Teil sogar intensivieren. Unter https://fkasyl-ostfildern.de/wp-content/uploads/2020/06/Mentoring-unter-erschwerten-Bedingungen-Ostfildern-Mai-2020.pdf finden Sie einen Bericht über Mentoringbeziehungen,  bei denen es gelungen ist, sich ideenreich und anpassungsfähig auszutauschen, zu lernen und Spaß zu haben. Übrigens: Weitere Mentorinnen und Mentoren, die sich einmal pro Woche für ein bis zwei Stunden mit einem/r Geflüchteten treffen möchten, sind sehr willkommen. Großen Bedarf haben zur Zeit beispielsweise mehrere syrische und irakische Kinder unter zehn Jahren, eine nigerianische und zwei syrische Familien, eine syrische Mutter und ihre fast erwachsenen Söhne sowie ein kurdischer Mann Mitte 30, der eine körperliche Behinderung hat und im betreuten Wohnen lebt. Weitere Informationen finden Interessierte hier: https://fkasyl-ostfildern.de/mentoring-projekt/, Kontakt: Sarah Naaseh  mentoring.buergerstiftung@outlook.de.


Vom Analphabeten zum Daimlermitarbeiter

Ein junger Mann aus Gamiba, der vor fünf Jahren als Geflüchteter nach Deutschland kam, hat es geschafft.. Der inzwischen 30jährige  hat seine Ausbildung als Metalltechniker bei Daimler erfolgreich abgeschlossen und nun einen unbefristeten Vertrag als Montagetechniker im Motorenwerk Bad Cannstatt des Unternehmens in der Tasche. Dieser Erfolg war bei seiner Ankunft in Ostfildern im Jahr 2015 keineswegs vorgezeichnet. Eine Schule hat der aus seiner Heimat Geflüchtete nie besucht. Doch es gab immer Menschen, die ihm seinen Weg zugetraut und ihn begleitet haben. Und er suchte sich an den entscheidenden Stellen Unterstützung. Mehr dazu finden Sie in unserer Pressemitteilung.


Kinderbücher gespendet

Kinder brauchen Bücher. Bücher regen die Phantasie an, stärken die Vorstellungskraft und letztlich auch die Persönlichkeit. Dies gilt vor allem auch in Zeiten von Corona, in denen über viele Monate weder Kindergarten- noch Schulbesuch möglich war. Da kam das Angebot der Kinderbuchautorin Ute Andresen aus München zur rechten Zeit, Bücher für Kindergarten- und Schulalter kostenlos zur Verfügung zu stellen. Die großformatigen, mit Zeichnungen von Barbara von Johnson anregend gestalteten Bücher "Kindergarten, Kindergarten" sowie "Alle Kinder gehen zur Schule" begleiten Kinder beim Eingewöhnen in neue Lebensphasen, erklären Wörter auch im Bild und machen nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen Freude beim Vorlesen und Erklären. "Mama findet alles" von Ute Andresen mit Illustrationen von Susann Opel-Götz erzählt von einer vierköpfigen Familie, die gemeinsam die schönsten Geschichten erlebt. Und in "Nasenweich und schnäuzfest" von Ute Andresen und Suse Schweizer geht es auch darum, wie man den Zorn vertreibt. Die Autorin und Pädagogin Ute Andresen legt großen Wert darauf, Kinder in ihrer Entwicklung frühzeitig zu unterstützen und zu stärken.

Von dieser großzügigen Bücherspende profitieren zahlreiche Kinder von Geflüchteten und weiteren bedürftigen Familien in Ostfildern. Verteilt werden die Bücher werden über den Sozialen Dienst der Stadt und über das Projekt "Eins plus b". Der Freundeskreis Asyl dankt Ute Andresen herzlich für die Initiative. Übrigens: Bei Bedarf können weitere Buchpakete auf den Weg gebracht werden; Wünsche bitte an vorsitz@fkasyl-ostfldern.de.


Öffentliche Mitgliederversammlung auf Oktober verschoben

Der Termin der öffentlichen Mitgliederversammlung des Freundeskreises Asyl ist - um wegen Corona niemanden zu gefährden - vom Juli auf den Oktober verschoben worden. Über den endgültigen Termin oder eine möglicherweise erforderliche weitere Verschiebung werden wir rechtzeitig informieren.


Großzügige Spender

Susanne und Ulrich Lehrnerdt aus Ruit wandten sich mit der Idee, einer syrischen Familienmutter eine Nähmaschine zu schenken, an den Freundeskreis Asyl. Dies traf sich sehr gut, da gerade ein Ersatz für die nicht mehr funktionsfähige Maschine einer Syrerin gesucht wurde. Die Empfängerin konnte sich am 24. April über eine hochwertige Markennähmaschine freuen. Nun wird sie nicht nur für ihre Familie Kleidung nähen, sondern - in Zeiten von Corona - auch Masken für andere Flüchtlingsfamilien. Der Freundeskreis Asyl bedankt sich herzlich bei den großzügigen Spendern. Ulrich Lehnerdt, seinerzeit selbst als Flüchtling aus Ostpreußen ins Schwabenland gekommen, sind die Sorgen und Probleme geflüchteter Menschen nahe. So haben er und seine Frau diese bereits wiederholt unterstützt.

Dank sei bei dieser Gelegenheit auch zwei weiteren Nähmaschinenspendern gesagt, die auf eine Notiz in der Stadtrundschau reagiert hatten. Auch diese beiden Maschinen konnten bereits vermittelt werden.


Geflüchtete nähen Masken

In Zeiten von Corona helfen auch Geflüchtete ehrenamtlich: Mehrere Syrer, darunter drei Schneider, beteiligen sich an einem Nähprojekt für Community Masken der Evangelischen Kirche in Kemnat. Die Masken werden gemeinnützigen Einrichtungen kostenlos zur Verfügung gestellt. Weitere Helferinnen und Helfer, auch mit geringen oder keinen Deutschkenntnissen, sind willkommen und können in Heimarbeit oder im Gemeindezentrum nähen. Wer mitmachen möchte, meldet sich bitte bei Harald Link von der Evangelischen Kirche unter harald.link@web.de


Corona: Asyl- und aufenthaltsrechtliche Änderungen

Aufgrund der aktuellen Coronaproblematik gibt es derzeit auch im asyl- und aufenthaltsrechtlichen Bereich sehr viele Änderungen und Sondersituationen. Eine Zusammenfassung findet sich Corona-Newsticker von PRO ASYL: https://www.proasyl.de/hintergrund/newsticker-coronavirus-informationen-fuer-gefluechtete-unterstuetzerinnen/


Cafés International im März fallen aus

Die für den Monat März geplanten Termine der Cafés International in Ruit und Nellingen entfallen. Anfang April wird man aufgrund der dann aktuellen Situation entscheiden, wie es weitergeht.


Vortrag gegen Rassismus abgesagt

Aus Gründen der Gesundheitsvorsorge wurden alle Veranstaltungen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Ostfildern abgesagt. Dies betrifft auch den für den 20. März geplanten Vortrag von Prof. Dr. Karl-Heinz Meier-Braun zum Thema "Einwanderungsland Baden-Württemberg - gestern und heute" in der Stadtbücherei. Wir bitten um Verständnis. Der Vortrag soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.


Vortrag gegen Rassismus

Gegen Rassismus Position zu beziehen, ist wichtiger denn je. Um Position beziehen zu können, kann es hilfreich sein, ein wenig über die Geschichte der Migration zu erfahren. Beim Vortrag im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus besteht dazu Gelegenheit:  Prof. Dr. Karl-Heinz Meier-Braun wird am 20. März um 20 Uhr in der Stadtbücherei Ostfildern über das Thema „Einwanderungsland Baden-Württemberg – gestern und heute“ sprechen (In den Anlagen 6). Zu dem Vortrag laden der Freundeskreis Asyl und der Landesverband der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen gemeinsam ein. Mehr unter https://fkasyl-ostfildern.de/presse/