Einladung zur Mitgliederversammlung

Nach einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung haben bundesweit etwa 40 Prozent der nach Deutschland Geflüchteten Arbeit oder sind in Ausbildung. Auch in Ostfildern sind Geflüchtete in bezug auf Schule, Ausbildung und Arbeit gut unterwegs. Eine ganze Reihe junger Leute hat inzwischen Schulabschlüsse geschafft, Ausbildungen abgeschlossen; viele arbeiten, einige studieren. Bei unserer öffentlichen Mitgliederversammlung am 22. Oktober um 19 Uhr im Park.Haus des Christusbundes (Hellmuth-Hirth-Straße 11) werden wir über unsere Arbeit und aktuelle Veränderungen berichten. Dieses Jahr steht wieder die Wahl des geschäftsführenden Vorstands und die Ernennung der Beisitzer an. Wer Interesse hat, als Vorstandsmitglied Verantwortung für unsere Arbeit zu übernehmen, ist herzlich eingeladen, sich zu bewerben. Insbesondere suchen wir eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für unsere Schatzmeisterin Barbara Klings, die sich aufgrund einer beruflichen Veränderung nicht mehr zur Wahl stellen wird. Anschließend stehen wir für Gespräche zur Verfügung. Dazu laden wir nicht nur unsere Mitglieder herzlich ein, sondern ebenso geflüchtete Menschen, Neubürger und alle an unserer Arbeit Interessierten.

Aufgrund von Corona müssen alle Teilnehmenden am Eingang schriftlich erfasst werden. Und wir müssen – dem Hygienekonzept des Park.Hauses entsprechend – Abstand halten. Leider können diesmal keine Getränke oder Snacks angeboten werden. Dafür bitten wir um Verständnis.


Ausbildungen erfolgreich abgeschlossen

Sie kommen aus Afghanistan, Gambia, dem Irak und Pakistan und sind nun Altenpfleger, Augenoptiker, Bäcker, Chemisch-technischer Assistent, Fachkraft im Gastgewerbe, Fliesenleger sowie Industrieelektriker. Neun junge Männer – als Geflüchtete nach Deutschland gekommen – haben ihre Chancen genutzt, sich angestrengt, Deutsch gelernt, zum Teil Schulabschlüsse nachgeholt und in den letzten Wochen ihre Ausbildungen erfolgreich abgeschlossen. Leider sind für einige der unsichere Aufenthaltsstatus, die Angst vor Abschiebung und die Sorge um die in den Heimatländern zurückgelassenen Eltern ständige, an den Nerven zehrende Begleiter. Allen gemeinsam ist, dass sie Menschen aus dem Freundeskreis Asyl Ostfildern an ihrer Seite hatten, die sie begleitet, unterstützt und ermuntert haben. Mehr dazu in der Pressemitteilung


Geflüchteter im Vorstand des Freundeskreises Asyl

Der Freundeskreis Asyl Ostfildern e.V. hat einen Geflüchteten in den Vorstand aufgenommen. So hat der aus sieben Personen bestehende Vorstand bei seinem Treffen Ende Juli einen jungen Syrer zum Beisitzer ernannt: Mohammad Jibeti, 26 Jahre, ist palästinesischer Syrer. Er kam im Jahr 2015 nach Deutschland, ist als Flüchtling anerkannt und studiert im dritten Semester Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Esslingen. Er soll künftig bei Überlegungen und Entscheidungen des Vorstands die Sorgen und Wünsche Geflüchteter stärker einbringen.


Fahrrad für Flüchtlingsjungen gesucht

Ein Achtjähriger aus Syrien, der mit seiner Familie in Kemnat lebt, würde sich über ein Fahrrad sehr freuen. Wer ein funktionsfähiges Rad für dieses Alter abgeben kann, meldet sich bitte bei Ursula Zitzler, der Vorsitzenden des Freundeskreises Asyl Ostfildern, unter vorsitz@fkasyl-ostfildern.de


Mentoring unter erschwerten Bedingungen - Mentoren gesucht

Das Gebot der Distanz in der Coronakrise wirkt sich auf Patenschaften mit Geflüchteten besonders schwer aus, da Mentor und Mentee selten eine gemeinsame Sprache sprechen und ihre Patenschaft eher von gemeinsamen Aktivitäten als Gesprächen leben. Dies hat sich in den letzten Monaten beim gemeinsamen Mentoring-Projekt der Bürgerstiftung, des Freundeskreises Asyl und der Stadt Ostfildern gezeigt. Ein guter Teil der Mentorinnen und Mentoren gehört altersbedingt einer Risikogruppe an oder ist durch die Kombination von home office und Betreuung der eigenen Kinder ausgelastet. Manche meiden auch den physischen Kontakt zu anderen, um geschwächte Personen in ihrem persönlichen oder beruflichen Umfeld nicht zu gefährden. Wenn es sich bei den Mentees um jüngere Kinder handelt, sind diese zudem nicht in der Lage, per Telefon oder Videotelefonie gewinnbringend mit ihren Mentoren in Kontakt zu bleiben. Und auch nicht alle Mentoren sind technisch ausgestattet, um Videogespräche über eine Internetverbindung führen zu können. Angesichts dieser Schwierigkeiten ist es umso schöner zu sehen, dass es Patenschaften gibt, die auch unter erschwerten Bedingungen funktionieren, sich zum Teil sogar intensivieren. Unter https://fkasyl-ostfildern.de/wp-content/uploads/2020/06/Mentoring-unter-erschwerten-Bedingungen-Ostfildern-Mai-2020.pdf finden Sie einen Bericht über Mentoringbeziehungen,  bei denen es gelungen ist, sich ideenreich und anpassungsfähig auszutauschen, zu lernen und Spaß zu haben. Übrigens: Weitere Mentorinnen und Mentoren, die sich einmal pro Woche für ein bis zwei Stunden mit einem/r Geflüchteten treffen möchten, sind sehr willkommen. Großen Bedarf haben zur Zeit beispielsweise mehrere syrische und irakische Kinder unter zehn Jahren, eine nigerianische und zwei syrische Familien, eine syrische Mutter und ihre fast erwachsenen Söhne sowie ein kurdischer Mann Mitte 30, der eine körperliche Behinderung hat und im betreuten Wohnen lebt. Weitere Informationen finden Interessierte hier: https://fkasyl-ostfildern.de/mentoring-projekt/, Kontakt: Sarah Naaseh  mentoring.buergerstiftung@outlook.de.


Vom Analphabeten zum Daimlermitarbeiter

Ein junger Mann aus Gamiba, der vor fünf Jahren als Geflüchteter nach Deutschland kam, hat es geschafft.. Der inzwischen 30jährige  hat seine Ausbildung als Metalltechniker bei Daimler erfolgreich abgeschlossen und nun einen unbefristeten Vertrag als Montagetechniker im Motorenwerk Bad Cannstatt des Unternehmens in der Tasche. Dieser Erfolg war bei seiner Ankunft in Ostfildern im Jahr 2015 keineswegs vorgezeichnet. Eine Schule hat der aus seiner Heimat Geflüchtete nie besucht. Doch es gab immer Menschen, die ihm seinen Weg zugetraut und ihn begleitet haben. Und er suchte sich an den entscheidenden Stellen Unterstützung. Mehr dazu finden Sie in unserer Pressemitteilung.


Kinderbücher gespendet

Kinder brauchen Bücher. Bücher regen die Phantasie an, stärken die Vorstellungskraft und letztlich auch die Persönlichkeit. Dies gilt vor allem auch in Zeiten von Corona, in denen über viele Monate weder Kindergarten- noch Schulbesuch möglich war. Da kam das Angebot der Kinderbuchautorin Ute Andresen aus München zur rechten Zeit, Bücher für Kindergarten- und Schulalter kostenlos zur Verfügung zu stellen. Die großformatigen, mit Zeichnungen von Barbara von Johnson anregend gestalteten Bücher "Kindergarten, Kindergarten" sowie "Alle Kinder gehen zur Schule" begleiten Kinder beim Eingewöhnen in neue Lebensphasen, erklären Wörter auch im Bild und machen nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen Freude beim Vorlesen und Erklären. "Mama findet alles" von Ute Andresen mit Illustrationen von Susann Opel-Götz erzählt von einer vierköpfigen Familie, die gemeinsam die schönsten Geschichten erlebt. Und in "Nasenweich und schnäuzfest" von Ute Andresen und Suse Schweizer geht es auch darum, wie man den Zorn vertreibt. Die Autorin und Pädagogin Ute Andresen legt großen Wert darauf, Kinder in ihrer Entwicklung frühzeitig zu unterstützen und zu stärken.

Von dieser großzügigen Bücherspende profitieren zahlreiche Kinder von Geflüchteten und weiteren bedürftigen Familien in Ostfildern. Verteilt werden die Bücher werden über den Sozialen Dienst der Stadt und über das Projekt "Eins plus b". Der Freundeskreis Asyl dankt Ute Andresen herzlich für die Initiative. Übrigens: Bei Bedarf können weitere Buchpakete auf den Weg gebracht werden; Wünsche bitte an vorsitz@fkasyl-ostfldern.de.


Öffentliche Mitgliederversammlung auf Oktober verschoben

Der Termin der öffentlichen Mitgliederversammlung des Freundeskreises Asyl ist - um wegen Corona niemanden zu gefährden - vom Juli auf den Oktober verschoben worden. Über den endgültigen Termin oder eine möglicherweise erforderliche weitere Verschiebung werden wir rechtzeitig informieren.


Großzügige Spender

Susanne und Ulrich Lehrnerdt aus Ruit wandten sich mit der Idee, einer syrischen Familienmutter eine Nähmaschine zu schenken, an den Freundeskreis Asyl. Dies traf sich sehr gut, da gerade ein Ersatz für die nicht mehr funktionsfähige Maschine einer Syrerin gesucht wurde. Die Empfängerin konnte sich am 24. April über eine hochwertige Markennähmaschine freuen. Nun wird sie nicht nur für ihre Familie Kleidung nähen, sondern - in Zeiten von Corona - auch Masken für andere Flüchtlingsfamilien. Der Freundeskreis Asyl bedankt sich herzlich bei den großzügigen Spendern. Ulrich Lehnerdt, seinerzeit selbst als Flüchtling aus Ostpreußen ins Schwabenland gekommen, sind die Sorgen und Probleme geflüchteter Menschen nahe. So haben er und seine Frau diese bereits wiederholt unterstützt.

Dank sei bei dieser Gelegenheit auch zwei weiteren Nähmaschinenspendern gesagt, die auf eine Notiz in der Stadtrundschau reagiert hatten. Auch diese beiden Maschinen konnten bereits vermittelt werden.


Geflüchtete nähen Masken

In Zeiten von Corona helfen auch Geflüchtete ehrenamtlich: Mehrere Syrer, darunter drei Schneider, beteiligen sich an einem Nähprojekt für Community Masken der Evangelischen Kirche in Kemnat. Die Masken werden gemeinnützigen Einrichtungen kostenlos zur Verfügung gestellt. Weitere Helferinnen und Helfer, auch mit geringen oder keinen Deutschkenntnissen, sind willkommen und können in Heimarbeit oder im Gemeindezentrum nähen. Wer mitmachen möchte, meldet sich bitte bei Harald Link von der Evangelischen Kirche unter harald.link@web.de