Ostfilderner Mentoring Projekt für und mit Flüchtlingen

Wer Geflüchtete bei der Integration in die Gesellschaft in Ostfildern unterstützen möchte, findet beim Mentoring Projekt kompetente Unterstützung: Gegründet im Mai 2016, haben erst Marcela Ulloa und anschließend Doris Kirschner das Mentoring Projekt auf- und ausgebaut. Seit Mai 2019 kümmert sich Sarah Naaseh um die Koordination.

Kern des Projekts ist es, Patenschaften zwischen Geflüchteten und Ostfilderner Bürgern jeden Alters zu initiieren, sie zu begleiten und für Mentoren wie Mentees Weiterbildungen zu organisieren. Getragen wird das Projekt von der Bürgerstiftung Ostfildern, dem Freundeskreis Asyl und der Stadt Ostfildern. Die Finanzierung des Projekts über das Programm „Menschen stärken Menschen“ des Bundesfamilienministeriums ist bis 2021 gesichert.

Ziel der Beziehung zwischen Mentor und Mentee kann der deutsche Spracherwerb sein, der Berufseinstieg, Schulabschluss, die Ausbildung, oder einfach das Kennenlernen von Freizeitangeboten.

Bevor künftige Mentorinnen und Mentoren eine Patenschaftsvereinbarung mit einem oder mehreren Mentees schließen, lernen sie sich kennen und klären in Gesprächen mit der Koordinatorin ihre Erwartungen, ihren Einsatzbereich und ihre Verfügbarkeit. Wenn Mentor/in und Mentee mit dem vorgeschlagenen Partner einverstanden sind, treffen sie sich in der Regel einmal pro Woche für ein bis zwei Stunden.

Der Schwerpunkt des Mentoringprojekts hat sich im Laufe des Integrationsprozesses verändert. War vor drei Jahren häufig Soforthilfe in allen Lebensbereichen nötig, verläuft die Arbeit als Mentor/in heute in überschaubaren Bahnen. So ist Hausaufgabenhilfe in Deutsch und Mathematik für Schüler an Grund- und Sekundarschulen gefragt oder Unterstützung bei der Vorbereitung auf den Hauptschulabschluss oder auf Prüfungen an der Berufsschule. Neben der individuellen Unterstützung junger Männer und Familien, die Hilfe während der Schwangerschaft, Geburt und Integration der Kinder in Kita und Schule benötigen, sollen künftig Mädchen und Frauen verstärkt unterstützt werden. Inzwischen gibt es sogar ehemalige Mentees, die sich als Mentoren engagieren und ihre Erfahrungen weitergeben.

Seit dem Projektstart 2016 wurden fast 300 Vereinbarungen geschlossen, von denen 150 aktiv sind. Für 2019 sind 120 neue Patenschaften geplant. Neue Mentorinnen und Mentoren, die einzelne Geflüchtete oder auch eine Familie begleiten möchten, werden daher laufend gesucht. Die Koordinatorin begleitet die Patenschaften und unterstützt die Mentorinnen und Mentoren bei ihren Aufgaben.

Interessierte wenden sich an Sarah Naaseh unter mentoring.buergerstiftung@outlook.de

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