Unterstützung für geflüchtete Menschen in Ostfildern


Bürgerinnen und Bürger Ostfilderns haben Anfang 2014 den Freundeskreis Asyl gegründet, um Menschen zu unterstützen, die vor Krieg, Verfolgung und Unterdrückung geflohen sind. Um den geflüchteten Menschen den Start in Deutschland zu erleichtern, hilft ihnen der Freundeskreis beim Lernen der deutschen Sprache und bietet Begleitung im Alltag. Er unterstützt bei Kindergarten- und Schulbesuch, bei Ausbildung und Studium,  bei der Arbeits- und Wohnungssuche sowie der weiteren Integration in die Gesellschaft. Der Freundeskreis  arbeitet bei diesen Aufgaben eng mit der Stadt Ostfildern sowie mit dem Sozialdienst für Flüchtlinge der Arbeiterwohlfahrt zusammen. Er kooperiert mit der Volkshochschule, der Stadtbibliothek, mit Schulen und Kirchengemeinden, mit Sportvereinen, mit dem Flüchtlingsrat Baden-Württemberg sowie mit benachbarten Initiativen.
Übrigens: Wir sind ein Netzwerk von Menschen der unterschiedlichsten Berufs- und Altersgruppen und wir freuen uns immer über weitere Helferinnen und Helfer.

Neuigkeiten - Projekte


Vortrag im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus: Einwanderungsland Baden-Württemberg>>> abgesagt >>>Aus Gründen der Gesundheitsvorsorge wurden alle Veranstaltungen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Ostfildern abgesagt. Dies betrifft auch den für den 20. März geplanten Vortrag von Prof. Dr. Karl-Heinz Meier-Braun zum Thema "Einwanderungsland Baden-Württemberg - gestern und heute" in der Stadtbücherei. Wir bitten um Verständnis.Der Vortrag soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Gegen Rassismus Position zu beziehen, ist  wichtiger denn je. Dies haben die Morde von Hanau in erschreckender Weise verdeutlicht. Die Gewalt richtete sich gegen Menschen, die als unsere Mitbürger in Deutschland leben. Um Position beziehen zu können, kann es hilfreich sein, ein wenig über die Geschichte der Migration zu erfahren. Dazu besteht bei einem Vortrag im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus Gelegenheit:

Migration hat es in der Geschichte der Menschheit aus den unterschiedlichsten Gründen gegeben: Krieg, politische oder religiöse Verfolgung, wirtschaftliche Not und – dies kommt erst in jüngerer Zeit in den Blick – Umweltprobleme. Auch viele Menschen aus dem heutigen Baden-Württemberg sind vor allem im vorletzten Jahrhundert aus wirtschaftlicher Not ausgewandert. Inzwischen ist Deutschland und vor allem auch Baden-Württemberg ein Einwanderungsland: Fast ein Drittel der Menschen in Baden-Württemberg hat heute einen Migrationshintergrund. Migration und auch Integration haben den Südweststaat geprägt. Kaum einer kann das besser beurteilen als Prof. Dr. Karl-Heinz Meier-Braun, der am 20. März um 20 Uhr in der Stadtbücherei Ostfildern über das Thema „Einwanderungsland Baden-Württemberg – gestern und heute“ sprechen wird (In den Anlagen 6). Zu dem Vortrag laden der Freundeskreis Asyl und der Landesverband der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen gemeinsam ein. Alle Interessierten sind dazu herzlich willkommen.

Mehr unter https://fkasyl-ostfildern.de/presse/v

Aktuelle Fakten zur Asylpolitik

Weltweit sind 68,5 Millionen Menschen auf der Flucht, die meisten innerhalb ihres Landes oder in Entwicklungsländern. Nur ein kleiner Teil flieht nach Europa: 2018 wurden in der EU rund 580.000 Asylanträge gestellt – davon über ein Viertel in Deutschland. Dies ist nachzulesen in den Fakten zur Asylpolitik des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration vom 8. April 2019. Dort finden sich auch Strukturdaten zum Asyl in Deutschland, Informationen zum Asylverfahren und zum Thema Integration. Mehr unter https://www.svr-migration.de/wp-content/uploads/2019/04/SVR_Fakten_zur_Asylpolitik_190408.pdf

IBUS-Projekt beendet

Erfolgreich abgeschlossen wurde Ende 1919 die IBUS-Lernwerkstatt, ein Projekt zur Arbeitsintegration von Geflüchteten. Ehrenamtlich tätige Handwerksmeister vermittelten hier Geflüchteten Grundbegriffe und Grundfertigkeiten in den Fachrichtungen Malen/Gipsen sowie Elektro. Geflüchtete erhielten Einblick in die Anforderungen des Arbeitslebens in Deutschland und nach erfolgreicher Teilnahme ein Zertifikat, das bei Ausbildern und Arbeitgebern Türen öffnete. Träger des Projekts IBUS (Integration-Beschäftigung-Unterstützung-Sprache) war der Kreisdiakonieverband  im Verbund mit der Stadt und dem Freundeskreis Asyl. Gefördert wurde IBUS drei Jahre von der Deutschen Fernsehlotterie. Die Stadt Ostfildern stellte die Räume in der Hindenburgstraße 47 in Nellingen zur Verfügung. Dort waren im Rahmen des Projekts auch die Sachspendenannahme des Freundeskreises Asyl untergebracht sowie die Fahrradwerkstatt, das Jobcafé, das Sprachcafé und die Nähwerkstatt. Zahlreiche Geflüchtete haben die Angebote genutzt, ihre Deutschkenntnisse verbessert und Praktika, Ausbildungsstellen oder Arbeit gefunden. Neben einer von der Deutschen Fernsehlotterie finanzierten Stelle haben zahlreiche Ehrenamtliche das Projekt ermöglicht.

Weitere Informationen in der Pressemitteilung oder der Medienresonanz.

Café Syria - Über den Tellerrand schauenRezepte von Geflüchteten

Geflüchtete sind in Ostfildern gut aufgenommen worden. Aber wie kommen sie auf Dauer mit den Bewohnern in Kontakt? Die Syrer Marwan Owes und Tarek Al Naseri, ihre Familien und Freunde hatten die Idee: Sie laden mit Unterstützung des Freundeskreises Asyl zu einem alle zwei bis drei Monate stattfindenden Café Syria ein, bei dem die syrischen Familien für ihre Gäste kochen. Bei Falafel, Hummus und Tee kommt man ins Gespräch, kann sich kennenlernen, Ängste und Vorurteile abbauen und sich aufeinander einlassen. Und die Gäste – Einheimische und Geflüchtete – nehmen es gerne an: 100 bis 150 kommen regelmäßig.
Mit dem Café Syria hat sich der Freundeskreis Asyl am Wettbewerb des Jahres 2017 um den Deutschen Integrationspreis der Hertie-Stiftung beteiligt. In diesem Zusammenhang entstand auch das Kochbuch, das über den Wettbewerb hinaus anregen soll, „über den Tellerrand“ zu schauen. Die liebevoll zusammengestellten Rezepte nicht nur aus Syrien,  auch aus Afghanistan, Eritrea, Gambia und Pakistan und aus Frankreich und Deutschland laden ein zum Ausprobieren und erzählen über die Menschen, die sie mitgebracht haben.

Das vom Freundeskreis Asyl herausgebene, im Kiener-Verlag erschienene Buch möchte anregen zu kulinarischen und weiteren interkulturellen Begegnungen: Jenseits des “Tellerrands” gibt es viel zu entdecken. Das Buch kann zum Preis von 10 Euro direkt beim Freundeskreis bestellt werden (Bestellformular) und ist über den Buchhandel erhältlich (ISBN 978-3-943324-83-9)

Mentoren unterstützen Integration

Die Integration der Menschen, die Zuflucht in Deutschland gefunden haben, ist eine der Zukunftsfragen für das künftige Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Das Mentoring-Projekt ist ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Integration der Flüchtlinge in unsere Stadt. Im Rahmen des von der Bürgerstiftung Ostfildern, dem Freundeskreis Asyl und der Stadt Ostfildern getragenen Projekts ist ein Netz an Mentorinnen und Mentoren entstanden, die Flüchtlinge beispielsweise beim Spracherwerb, in der Freizeit, bei der Ausbildung oder dem Berufseinstieg begleiten. Mehr unter https://fkasyl-ostfildern.de/mentoring-projekt/

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