Flüchtlinge: Wie sicher ist Afghanistan?

Erfahrungen, Einschätzungen und Ausblick auf das Land am Hindukusch

Afghanistan leidet unter dem Terror der Taliban. Anschläge mit zahlreichen Toten sind in diesem Land an der Tagesordnung: Zuletzt kamen am 1. August bei einem Selbstmordanschlag auf eine schiitische Moschee in Herat im Westen Afghanistans mindestens 29 Menschen ums Leben, 64 Menschen wurden verletzt. Am 2. August gab es in der südafghanischen Provinz Kandahar einen Selbstmordanschlag gegen einen Nato-Konvoi. Die radikalislamischen Taliban reklamierten den Anschlag für sich und gaben an, zwei Panzer seien zerstört und 15 ausländische Soldaten getötet worden (Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 3.8.2017) . –  Abschiebungen in dieses Land bedeuten für die betroffenen Menschen oft Lebensgefahr. Das Auswärtige Amt ist derzeit dabei, die Sicherheitslage in Afghanistan neu zu bewerten. Bis der neue Lagebericht vorliegt, hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Entscheidungen über Asylanträge von Menschen aus Afghanistan ausgesetzt. Ebenso sind Abschiebungen mit Ausnahme von Straftätern und Gefährdern ausgesetzt.

Wie ist die Sicherheitslage vor Ort? Diese und andere Fragen sollen bei einer Podiumsdiskussion am Mittwoch, den 30. August diskutiert werden. Dazu laden der Landesverband Baden-Württemberg der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Asyl Ostfildern e.V. und der Katholischen Kirche St. Monika in Ostfildern-Ruit ein. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

Moderation Jörg Armbruster, langjähriger ARD-Auslandskorrespondent und Buchautor

Rainer Arnold, MdB und seit 2002 verteidigungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion
Mohammad Hassan Basseej, afghanischer Flüchtling und Arzt
Markus Grübel, MdB und seit 2013 parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin der Verteidigung
Jürgen Hauber, Polizeipräsidium Ludwigsburg, Projektleiter „Gegen Extremismus und Radikalisierung“, arbeitete als leitender Polizeiausbilder in Afghanistan
Thomas Ruttig, Mitbegründer und Co-Direktor des Afghanistan Analyst Network, Journalist und freier Consultant, arbeitete zuvor u.a. als Diplomat in Kabul

Zeit: Mittwoch, 30. August 2017, 19.00 Uhr
Ort: Katholisches Gemeindehaus St. Monika, Narzissenweg 17, 73760 Ostfildern-Ruit

Weitere Informationen unter: www.dgvn-bw.de


Neue Termine für Veranstaltungen werden rechtzeitig bekanntgegeben.