Abschied vom Café Syria

Integration in Ostfildern funktioniert. Dies zeigten die über 100 Gäste aus zahlreichen Nationen beim Finale des Café Syria am 16. Mai im Katholischen Gemeindehaus in Ruit. Marita Berenz, die für die reibungslose Organisation sorgte, berichtete von der Entstehung des Café Syria im Rahmen eines Workshops. Drei syrische Familien, die meisten von ihnen sind inzwischen deutsche Mitbürger und in der Gesellschaft angekommen, hatten 2016 das Café Syria ins Leben gerufen, um sich bei den Ostfilderner Bürgern für die Unterstützung beim Ankommen zu bedanken. Seit zehn Jahren hat das Café mit Unterstützung des Freundeskreises Asyl Ostfildern regelmäßig stattgefunden und sich zu einem lebendigen Begegnungsort entwickelt. Man aß gemeinsam, erzählte, was seit dem letzten Treffen geschehen war, wie es um die berufliche Entwicklung stand oder wie die Kinder in der Schule vorankamen. OB Christof Bolay berichtete, dass er – so wie auch diesmal beim Finale – gerne unter den Gästen war. Er hob die erfolgreiche Integration in Ostfildern hervor. Das Café Syria zeichnete sich durch eine sehr offene, herzliche und zugewandte Atmosphäre aus. Und es hatte auch über Ostfildern hinaus Anerkennung gefunden: Beim Wettbewerb um den Integrationspreis der Hertie-Stiftung im Jahr 2017 war es bei 250 Bewerbern bis in die Endrunde gekommen. Diesmal kochten als Dank für die Syrer die Deutschen. Es gab Putengeschnetzeltes, Chili sin Carne, Reis, Spätzle und einige Salate neben einem reichhaltigen Nachtischbüffet von Erdbeercreme über Mousse au Chocolat, rote Grütze bis zu Biscuitrollen und verschiedenen Kuchen. Viele der Gäste bedauerten das Ende dieses kommunikativen Angebots. Ursula Zitzler, die Vorsitzende des Freundeskreises Asyl, regte an, dass andere Nationen diese Idee aufgreifen und ein ähnliches Angebot auf die Beine stellen könnten.


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