In den letzten Monaten haben Fälle von häuslicher Gewalt bei Flüchtlingsfamilien zugenommen. Meist geht die Gewalt vom Mann aus. In einigen Fällen waren auch Ehrenamtliche als vertraute Personen involviert. Ehrenamtliche sollten sich in solchen Fällen zurückhalten, um sich nicht selbst in Gefahr zu bringen. Generell sollte in solchen Fällen die Polizei einbezogen werden (Homepage der Polizei zum Thema „Häusliche Gewalt“: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/haeusliche-gewalt/. Diese kann den Schutz der Frau und der Kinder gewährleisten und – falls erforderlich – bedrohte Familienmitglieder (auch am Wochenende) im Frauenhaus unterbringen. Der Wunsch auf Schutz muss vom Opfer ausgehen. Gegenüber dem Mann kann die Polizei einen Wohnungsverweis aussprechen und gegebenenfalls den Schlüssel beschlagnahmen. Wenn Kinder oder Jugendliche betroffen sind, sollte in jedem Fall der Soziale Dienst des Landkreises (Jugendamt) informiert werden. Die Polizei informiert das Ordnungsamt, das den Wohnungsverweis für maximal vierzehn Tage bestätigen kann. Der Verein Frauen helfen Frauen (https://www.frauenhelfenfrauenfilder.de/) kümmert sich um Sicherheit von Frau und Kindern, klärt die gesundheitliche Versorgung ab und berät bei weiteren Maßnahmen (Gewaltschutz, finanzielle Situation etc.).

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